„Die Schulzeit ist die beste Zeit des Lebens.“

So hört man es immer, von Verwandten. Das würde man später schon verstehen, dann sehnt man sich zurück. Und ja, ich bin immer gern zur Schule gegangen, habe gern Neues gelernt, doch wirklich vermisst habe ich diese Zeit bisher noch nicht.

Eine negative Erfahrung, die mich durch die gesamte Schulzeit begleitet hat, war die deutliche Differenz, zwischen dem, was Lehrer*innen sagten, und dem, was sie dann tatsächlich taten. In Fächern wie Lerntechniken, Psychologie und Gesundheit lernte ich allerhand über das Gehirn, über die besten Wege zu lernen und zu verstehen, sowie über die Auswirkungen von Stress und Leistungsdruck. Danach wurde ich dann wieder dem Schulalltag ausgesetzt, der so ziemlich allem davon widersprach. Und auch die Interaktion zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen war oft von dieser Ambivalenz geprägt.

Wenn ich also eines am Studiengang der Kindheitswissenschaften schätze, dann sind es die Dozent*innen, die alles tun, um genau solche Unsinnigkeiten zu vermeiden. Die Prinzipien der Kindheitswissenschaften, die grundsätzliche Haltung, das alles spiegelt sich wieder im Miteinander von Lehrenden und Studierenden. Man kann sich immer und mit allen Problemen an die Dozent*innen wenden, Meinungen sind gewünscht, werden ernst genommen und können zu Veränderungen führen.

Dieses harmonische Miteinander, der Umgang auf Augenhöhe, die innere Stimmigkeit von Inhalt und Umfeld, die Leidenschaft für das Fachgebiet und die Freude am Lehren und Lernen, die durchdachten Leistungsnachweise und Prüfungssituationen, all das sind Dinge, dich ich in meiner Schulzeit vermisst habe; Dinge, die die Bedeutung der Kindheitswissenschaften verdeutlichen.

Wir können auf diese und andere Probleme aufmerksam machen, und dafür sorgen, dass Schüler*innen, die nach uns kommen, Kinder allgemein, ein ebenso angenehmes und förderliches Klima erfahren, wie wir es hier erleben dürfen.

Verfasst von Laura


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